Bewertungsmethodik für Industriegutachten
Unsere Industriegutachten basieren auf einer systematischen, datenbasierten und marktorientierten Methodik. Wir verbinden umfangreiche Vergleichsdaten aus bewerteten und verwerteten Industrie-Assets mit der langjährigen Erfahrung unserer Gutachter und der kontinuierlichen Beobachtung nationaler und internationaler Märkte. So entstehen belastbare und nachvollziehbare Bewertungen von Maschinen, Anlagen und industriellen Vermögenswerten.
Datenbasis und Marktreferenzen
Grundlage unserer Bewertungen ist eine über viele Jahre aufgebaute proprietäre Datenbasis mit Markt- und Vergleichsdaten aus durchgeführten Bewertungen und Verwertungen. Die Referenzwerte werden nach Assetklassen und Branchen ausgewertet und kontinuierlich anhand aktueller Markterfahrungen überprüft.
Dabei fließen sowohl Ergebnisse aus Bewertungsgutachten als auch realisierte Verkaufsergebnisse aus Industrieauktionen und Freiverkäufen ein. Diese Verbindung ermöglicht es, technische Merkmale, Alter und Zustand einer Anlage mit tatsächlich am Markt erzielten Werten und aktuellen Marktbedingungen abzugleichen.
Fachliche Expertise
Daten allein ersetzen keine sachverständige Beurteilung. Unsere Gutachter verbinden die vorhandenen Vergleichswerte mit ihrer Erfahrung in der Bewertung von Maschinen, Produktionsanlagen und Betriebsausstattungen. Berücksichtigt werden technische und wirtschaftliche Eigenschaften ebenso wie die jeweiligen Marktbedingungen und Besonderheiten der Branche.
Bei spezialisierten Anlagen oder besonderen technischen Fragestellungen beziehen wir bei Bedarf zusätzlich die Expertise qualifizierter Kooperationspartner aus den jeweiligen Fachgebieten ein.
Bewertungsanlass und Wertermittlung
Welche Werte ermittelt werden, richtet sich nach dem jeweiligen Bewertungsanlass. Industriegutachten können beispielsweise im Zusammenhang mit Finanzierung, Restrukturierung, Insolvenz, Transaktionen oder einer geplanten Verwertung erforderlich sein.
Je nach Auftrag ermitteln wir Zeit-, Markt- und Liquidationswerte von Maschinen und industriellen Vermögenswerten. Dabei berücksichtigen wir die aktuelle nationale und internationale Marktsituation ebenso wie Alter, Zustand, technische Ausstattung, Einsatzmöglichkeiten und Marktgängigkeit der jeweiligen Investitionsgüter.
Breites Spektrum industrieller Vermögenswerte
Bewertet werden einzelne Maschinen ebenso wie Produktionslinien, komplette Betriebsausstattungen und ganze Produktionsstandorte. Das Spektrum reicht von Werkzeugmaschinen, Metall- und Kunststoffverarbeitung über Förder-, Lager- und Logistiktechnik bis zu Anlagen der Lebensmittelproduktion, Elektrotechnik, Medizintechnik und zahlreichen weiteren Industriebereichen.
Je nach Auftrag kann neben dem mobilen Anlagevermögen auch Umlaufvermögen erfasst und bewertet werden. Entscheidend ist dabei eine strukturierte Aufnahme der vorhandenen Vermögenswerte als Grundlage für eine nachvollziehbare und belastbare Bewertung.
Vorgehensweise bei der Erstellung eines Zeitwertgutachtens
1. Inventarisierung
Erfassung des vorhandenen Anlagevermögens am Standort, Digitalisierung der relevanten Daten sowie Sichtung und Prüfung der verfügbaren Unterlagen zu den einzelnen Objekten.
2. Bewertung
Ermittlung belastbarer Zeitwerte und – abhängig vom Bewertungsanlass – weiterer relevanter Wertansätze. Die Bewertung verbindet technische Beurteilung, Vergleichsdaten, Plausibilitätsprüfung und aktuelle Marktrecherche.
3. Fertigstellung
Strukturierte Dokumentation der bewerteten Vermögenswerte, detaillierte Beschreibung der relevanten Objekte und Fotodokumentation der werthaltigen Anlagen. Soweit für den Auftrag erforderlich, werden vorhandene Drittrechte den betreffenden Vermögenswerten eindeutig zugeordnet.
Das Ergebnis ist ein nachvollziehbares Industriegutachten, das technische Bestandsaufnahme, Marktdaten und sachverständige Bewertung miteinander verbindet und damit eine belastbare Grundlage für unternehmerische, finanzielle oder verfahrensbezogene Entscheidungen schafft.



